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		<title>.die sommerverschwörung</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 12:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ohrenflimmern</dc:creator>
				<category><![CDATA[.gedankenflimmern]]></category>
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		<description><![CDATA[Berlin. Laut einer Vorabmeldung wird am nächsten Montag im Spiegel eine 15-seitige Story über die größte Verschwörung der Nachwendezeit erscheinen. Ohrenflimmern.de hat die Geschichte gelesen und die wichtigsten Informationen zusammengetragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/ohrenflimmern/5813071786/"><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2006/5813071786_910b1b2243_b.jpg" alt="" width="331" height="221" /></a><span class="dropcap">Berlin.</span><!--/.dropcap-->Laut einer Vorabmeldung wird am nächsten Montag im Spiegel eine 15-seitige Story über die größte Verschwörung der Nachwendezeit erscheinen. Ohrenflimmern.de hat die Geschichte gelesen und die wichtigsten Informationen zusammengetragen.</p>
<p><strong>Überschrift:</strong> “Die Sommerverschwörung”</p>
<p><strong>Teaser:</strong> “Es ist eine der größten Verschwörungen die es je gegeben hat. Mehr als zehn Unternehmen und Behörden waren daran beteiligt, dass es 2011 in Deutschland keinen Sommer geben sollte. Spiegel hat mehr als 20 Milliarden Wikileaks-Dokumente innerhalb einer Woche ausgewertet und berichtet exklusiv über die perfiden Methoden und Hintergründe von Google, der Tourismusindustrie, die FIFA und Co, warum die Deutschen diesen Sommer nicht an Hitze sondern an Kälte leiden.”</p>
<p><strong>Autoren:</strong> etwa 10 Leute</p>
<p><strong>Anfang:</strong> Szenischer Einstieg, dass eine Person von Google ins Hauptquartier begleitet wird und in einen streng geheimen Bereich hineingeht. Keiner vom Spiegel war dabei, aber es wird so gewesen sein. Zweiter Einstieg: fünf Menschen sitzen in Hamburg in einem abgedunkelten Raum zusammen und besprechen die letzten Details, wie unter den Codenamen “Sommerloch” im Juli und August nur Regen geben soll. Mit dabei auch wichtige Menschen von der ITB und der FIFA. (etwa 2 &#8211; 3 Seiten)</p>
<p><strong>Mittelteil:</strong> Ein <del>Verschwörungs</del>Experte wird zitiert: “Es war schon immer ein offenes Geheimnis, dass große Konzerne und mächtige Regierungen auch das Wetter bestimmen können.” Die großen Konzerne sind in diesem Fall Google und die deutsche und griechische Regierung &#8211; die bei diesem ausgeklügelten Plan eine wichtige Rolle spielen. Weitere Zitate und alles weitere nehmen etwa 10 Seiten ein.</p>
<p><strong>Schluss:</strong> Es kommen die vermutlichen Motive der Unternehmen zu tragen. Hier eine kurze Auflistung. Etwa eine Seite:</p>
<ul>
<li>FIFA: wollte nicht, dass die Frauenfußball-WM so ein Erfolg wie die WM 2006 wird und daher sollte das Wetter schlecht sein.</li>
<li>Google: wollte sein neues Soziales Netzwerk ordentlich einführen und dafür mussten natürlich Leute natürlich zuhause bleiben und nicht grillen gehen. Außerdem ist Google eh mächtig und böse &#8211; wie das ganze Internet.</li>
<li>ITB: die Menschen sollten in den Urlaub fliegen und nicht so nen Quatsch wie Ostsee oder Harz abziehen.</li>
<li>Griechenland: wollte dass die Touristen kommen, haben dafür gesorgt, dass die Touristen glauben: alles sei durch die “Wirtschaftskris” total günstig und auch die Abenteurerurlauber sollten zu den Demonstrationen kommen. Spanien hatte von dem Plan vorzeitig erfahren und wurde deswegen mit einer halbgaren Version ins Boot genommen.</li>
<li>Deutsche Regierungen: wollte einfach mal ihre Ruhe haben. Entweder dadurch dass die Menschen weg sind oder übers Wetter und nicht &#8220;die da oben&#8221; meckern.</li>
<li>Deutsch Bahn: hat das Klimaanlagenproblem immernoch nicht im Griff, aber auch keinen Bock auf noch mehr motzende Kunden. Zudem nerven bei schlechten Wetter nicht so viele Demonstranten in Stuttgart.</li>
<li>Stromriesen: machen aus Rache wegen dem Atomausstieg mit und wollen die Temperaturen so weit unten haben, dass man im Sommer die Heizung anmachen muss. Zitat von irgendwen: “Die werden sich noch alle wundern.”</li>
</ul>
<p><strong>Schlusssätze:</strong> &#8220;Neben diesen großen Konzernen und Behörden, die uns den Sommer vermiesen wollen, waren auch noch viele kleinere Protagonisten beteiligt. Wer noch dabei war, erfahren sie in der nächsten Woche. Bisher hat sich niemand zu den Vorwürfen geäußert und es bleibt abzuwarten, ob die Informationen alle korrekt sind. Vielleicht wird das aber Gutrund H. Erst im nächsten Sommer erfahren.&#8221;</p>
<p><em>Disclaimer: Ich habe natürlich keine Ahnung was im nächsten Spiegel steht und mich hier nur irgendwie an unlustiger  Satire versucht. Nichts davon wird im nächsten Spiegel erscheinen, sondern vermutlich eher was über Oslo oder mal wieder Nazis. Oder beides zusammen.</em></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/?flattrss_redirect&amp;id=1073&amp;md5=80c20adf1a36d3b72eeaf83245b8f610" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>.google zieht neue werbekreise</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 11:07:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ohrenflimmern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Durch die Präsentation eines ehemaligen Google-Mitarbeiter wird die Idee von Google+ schon vor dem Start transparenter, als es sich die Verantwortlichen vielleicht gewünscht hätten. Denn aus der Präsentation von Paul Adams kann man verschiedene Motive der neuen Community interpretieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/koolmann/3932206085/"><img class="size-full wp-image-1026 alignright" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="Gefangen im Werbekreislauf?" src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/circle.jpg" alt="" width="338" height="207" /></a></p>
<div><span class="dropcap">Seit</span><!--/.dropcap--> heute morgen bin ich nur am rumkreisen. Nicht weil ich irgendwelche Flugstunden nehme, sondern weil ich einen Kreis nach dem anderen bei <a href="http://plus.google.com">Google+</a> erstelle. Denn das sieht auch sehr lustig aus. Wie früher bei irgendwelchen Arcade-Spielen, bei den man Rohre auf- und zudrehen musste, um ein Level weiterzukommen.</div>
<div>Nach einer Weile herum gekreisel dachte ich an eine Powerpointpräsentation, die ich mal im Zusammenhang mit meiner Diplomarbeit gefunden hatte.</div>
<p>&nbsp;</p>
<div>In dieser Präsentation beschreibt der damalige Google-Researcher Paul Adams ein neues Prinzip, wie wir unsere Sozialen Beziehungen auch im Netz ordnen sollten. Denn Online-Communitys unterscheiden sich in der Beziehungspflege zu Offline-Communitys in den meisten Fällen dadurch, dass hier verschiedene Freundesgruppen eines Individuums über eine Plattform gesammelt und koordiniert werden:</div>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><object type='application/x-shockwave-flash' wmode='opaque' data='http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?id=7465705&doc=web2expofinalfullnotes-110331104203-phpapp01' width='425' height='348'><param name='movie' value='http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?id=7465705&doc=web2expofinalfullnotes-110331104203-phpapp01' /><param name='allowFullScreen' value='true' /></object></p>
<p>Ich habe bei Facebook neben Freunden, auch viele Bekannte, die ich mal auf Seminaren getroffen habe, mit denen ich in der Schule war, aber genauso auch berufliche Kontakte. Einzig durch unterschiedliche Listen versuche ich spezielle Informationen einzelnen Personen vorzuenthalten. Ganz ohne irgendwelche Untersuchung gehe ich davon aus, dass das viele andere auch so machen.</p>
<span class="shortcode-typography" style="font-family: 'Ubuntu'; font-size: 22px; color: #000000;">Kreise ziehen für bessere Werbung?</span>
<p>Laut der Präsentation von Paul Adams möchte Google+ wohl genau an dieser Stelle ansetzen: es gibt unterschiedliche Social Circles und daher sollte man diese auch einfach trennen können. Im Gegensatz zu Facebook oder Twitter ist diese Art von Listen-Erstellen auch sehr simpel. Google+ wird somit zu einer Meta-Community in der ich sehr einfach meine kleinen Communitys erstellen kann, von denen die Leute in einer Community (Circle) nichts wissen. Wie im wahren Leben.</p>
<p>Warum Google diesen Schritt gewählt hat, kann man auch aus Adams Präsentation interpretieren: zielgerichtete Werbung. Denn auch schon lange vor Facebook, Myspace und Co gab es in der Werbung die Begriffe vom „Meinungsführer“ und „Multiplikator“ und Google+ könnte dieses Prinzip jetzt perfekt online umsetzen. Verschiedenen Gruppen gebe ich auch ganz bewusst verschiedene Informationen und Tipps. In einem Circle „Filmfreunde“ werde ich nun nicht auf Transfergerüchte bei St. Pauli hinweisen, sondern eher auf den Film „The Bang Bang Club“ (den ich sehr gerne sehen möchte).</p>
<p>Diese speziellen Empfehlungen in Zusammenarbeit mit der guten Werbeplattform „Adwords“ könnte eine sehr gezielte Werbung zulassen und Google wäre somit endlich im Kerngeschäft der Communitys angekommen: zielgerichtet Produkte bewerben.</p>
<p>Keine Ahnung ob das wirklich das Ziel ist und wie die Daten wirklich von Google zusammengeführt werden, aber als ich mir heute nochmal die Präsentation von Adams im Zusammenhang mit Google+ angeschaut habe, war ich von der unbeabsichtigten Transparenz von Google doch sehr überrascht. Laut dem Profil von Adams bei <a href="http://www.slideshare.net/padday/how-your-customers-social-circles-influence-what-they-buy-what-they-do-and-where-they-go">Slideshare</a> arbeitet er aber jetzt auch nicht mehr für Google, sondern für Facebook. So schließt sich also der Kreis.</p>
<span class="shortcode-typography" style="font-family: 'Cantarell'; font-size: 10px; color: #000000;">Bild: Koolmann / <a href="http://www.flickr.com/photos/koolmann/3932206085/" target="_blank">Flickr</a> (CC by SA 2.0)</span>
<p>&nbsp;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/?flattrss_redirect&amp;id=1021&amp;md5=203c49d0b48c23bff1d622ee2b1f9247" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>.schattengewerbe: wall street und drogengelder</title>
		<link>http://www.ohrenflimmern.de/2011/05/schattengewerbe-wall-street-und-drogengelder/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 09:02:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ohrenflimmern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die größten Geldwäschen passieren nicht auf Cayman Island oder der Isle of Man, sondern in London und der Wall Street. Drogen sind ein lukratives Geschäft, auch für große Banken. In dem Artikel fasse ich die Geschichte rund um eine der größten US-amerikanischen Banken und kleinen Wechselstuben in Mexiko zusammen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/justinspencer/240548364/"><img class="size-medium wp-image-1008  alignright" title="wellsfargo" src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/wellsfargo-300x191.jpg" alt="" width="300" height="191" /></a></p>
<span class="dropcap">Drogen</span><!--/.dropcap--> sind in der Popkultur wohl eines der schönsten Themen. Nicht nur wegen des Rauschs, sondern auch wegen der Geschichten. Der kriminelle Hintergrund würzt die besten Erzählungen &#8211; ob nun die ganzen Gangstergeschichten innerhalb der Zeit der Prohibition oder die Drogenkriege aus Mexiko. Auch aktuell gewinnt die Fernsehserie „Breaking Bad“, die sich mit Chrystal Meth befasst, immer mehr Zuschauer: Ein Chemielehrer aus New Mexico, der an Krebs leidet, will seine Operation mit der Herstellung und dem Verkauf von Chrystal Meth bezahlen. Innerhalb kürzester Zeit verdient er Millionen, gerät aber auch in den Drogenkrieg zwischen Mexiko und den USA und wird vom liebenden Familienvater zum Kriminellen, „he‘s breaking bad“.</p>
<p>Was als sehr gut erzählte Geschichte die Zuschauer vor den Fernseher lockt, ist leider nicht nur Fiktion. Das Geschäft mit den Drogen ist ein Milliardengeschäft und besonders die Drogenkartelle in Mexiko versuchen dieses Geschäft mit aller Gewalt durchzusetzen. Mehr als 30.000 Menschen haben in dem Drogenkrieg zwischen den Kartellen und dem Staat in den letzten vier Jahren ihr Leben verloren. Allein diese Zahlen lassen erahnen, dass staatliche Institutionen in diesem Krieg nur am Rande eine Kontrollfunktion übernehmen.</p>
<p><span class="shortcode-typography" style="font-family: 'Ubuntu'; font-size: 22px; color: #000000;">Wachovia Bank: Schockierende Enthüllungen</span>
<p>In einem  sehr guten, aber leider auch sehr <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2011/apr/03/us-bank-mexico-drug-gangs" target="_blank">erschreckenden Artikel</a> deckt der Guardian auf, wie eine der größten US-amerikanischen Banken „Wachovia“ in diesem Drogengeschäft mitmischt. Im Februar 2005 stellte die Wachovia Bank, die heute zu Wells Fargo gehört, Martin Woods in der Anti-Geldwäsche-Abteilung in London ein. Solche Abteilungen sind für die Kontrolle der internen Abläufe wichtig, allerdings nicht mit staatlichen Kontrollinstanzen zu verwechseln. Schon bald fiel dem ehemaligen Scotland Yard-Officer Woods auf, dass Wachovia merkwürdige Transaktionen mit mexikanischen Filialen wie „Casas de Cambio“ (CDC) hatte. Von denen nahm Wachovia Wechselgeld an, ohne die Summen offen zu legen.</p>
<p>Darüber hinaus hat Wachovia zwischen 2004 und 2007 über die CDC 373 Millarden Dollar <a href="http://www.bloomberg.com/news/2010-06-29/banks-financing-mexico-s-drug-cartels-admitted-in-wells-fargo-s-u-s-deal.html" target="_blank">entgegengenommen</a>. In bar kamen nochmal 4,7 Millarden Dollar hinzu. Kurz, Wachovia hat für die Drogenkartelle fast 400 Milliarden Dollar gewaschen. Neben der Geldwäsche hat die Bank auch Teile der Logistik finanziert: so wurden mit dem gewaschenen Geldern Flugzeuge wie eine DC-9 im Wert von 13 Millionen Dollar gekauft. 2006 kontrollierten Soldaten eines dieser Flugzeuge, in dem sich 5,9 Tonnen Kokain befanden. Pro Gramm bezahlt man in den USA 27 Dollar. Die Flugzeuge haben sich also schnell rentiert.</p>
<p>Als Woods seinen Chefs später die Ergebnisse zeigte wurde er laut einem <a href="http://online.barrons.com/article/SB123639102998259161.html" target="_blank">Artikel im „Barrons“</a> von seinen Chefs schikaniert und bekam später sogar Morddrohungen. Er glaubt, dass Leute von Wachovia dem Drogenkartell einen Tipp gegeben haben. Woods wurde zu einem wichtigen Whistleblower, der nicht nur dieses Blutgeschäft offen legte, sondern auch ein noch viel größeres Problem: durch die Globalisierung des Bankenwesens und die fehlenden Kontrollinstanzen ist es möglich, solche Geschäfte zu machen.</p>
<span class="shortcode-typography" style="font-family: 'Ubuntu'; font-size: 22px; color: #000000;">Nicht Cayman Island, sondern Wallstreet</span>
<p>Nun ist dieser eine Fall öffentlich geworden. Warum aber haben diese Entdeckungen bislang wenig Gehör gefunden? Es wäre naiv zu glauben, dass Wachovia die einzige Bank ist, die mit Drogen Geld verdient. Die größten Geldwäschen passieren nicht auf Cayman Island oder der Isle of Man, sondern in London und der Wall Street. Allein eine Anklage gegen die sechstgrößte Bank der USA dürfte zu einer Finanzkrise führen. Andere <a href="http://www.guardian.co.uk/global/2009/dec/13/drug-money-banks-saved-un-cfief-claims" target="_blank">Thesen</a> gehen sogar soweit, dass ohne die Drogengelder, die <a href="http://www.ratical.org/co-globalize/narcoDollars.html" target="_blank">US-Börsen zusammenbrechen</a> würden.</p>
<p>Die Arbeit der Ermittler war nicht in erster Linie durch Todesdrohungen behindert, sondern durch eine Art der Ignoranz von den Banken wie Behörden. Die Wachovia-Mitarbeiter konnten oder wollten einfach keinen Zusammenhang zwischen den Drogen und den Geldflüssen herstellen. Und überhaupt: Ist es wirklich so schlimm solche Geschäfte zu machen? Die finanzielle Bilanz dieser Geschichte: Die späteren Bußgelder wurden von Wells Fargo bezahlt: 160 Millionen Dollar, zwei Prozent des Gewinns 2009.</p>
<p>Obwohl dieser Fall der perfekte Stoff für einen neuen Hollwood-Blockbuster ist, bleibt vorerst ein sehr bitterer Nachgeschmack. 1) Wachovia ist nicht die einzige Bank in diesem Schattenspiel. 2) Die geringe Strafe kann nicht als Abschreckung dienen. Der Teufelskreis bleibt also bestehen: so lange „seriöse“ Banken Kartelle durch Geldwäschen unterstützen, werden die ihren Machenschaften weiterhin nachgehen können.</p>
<p class="woo-sc-box normal   ">Dieser Text wurde am 4. Mai bei der Berliner Gazette <a href="http://berlinergazette.de/schattengewerbe-wall-street-drogengelder/" target="_blank">veröffentlicht</a>.</p>
<p>Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/justinspencer/240548364/" target="_blank">Justin</a> / Flickr CC 2.0 by</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/?flattrss_redirect&amp;id=1005&amp;md5=d6b4f1845d2281c6c1e03e8ec5bbc551" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>.eine #raute für das denkende netz</title>
		<link>http://www.ohrenflimmern.de/2011/02/eine-raute-fur-das-denkende-netz/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 10:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ohrenflimmern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Netz soll denken! Seit langem träumen Entwickler und Anwender davon, dass das Internet Informationen nicht nur wiedergibt, sondern auch interpretiert und eigenständig Zusammenhänge herstellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/rautepola_effected.jpg"><img class="alignright size-large wp-image-934" title="rautepola_effected" src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/rautepola_effected-1024x682.jpg" alt="" width="368" height="245" /></a><span class="dropcap">Das</span><!--/.dropcap--></p>
<p>Netz soll denken! Seit langem träumen Entwickler und Anwender davon, dass das Internet Informationen nicht nur wiedergibt, sondern auch interpretiert und <a href="http://berlinergazette.de/das-naechste-grosse-ding/">eigenständig Zusammenhänge herstellt</a>. So wie das Menschen mit ihrer Kommunikation (vor allem durch Sprache) auch schaffen. Zwar wurden Internet und World Wide Web dazu erdacht, Rechner zu vernetzen und Informationen zu verteilen, anstatt sie nur zu speichern. Aber über diesen ersten Gedanken ist das WWW in seinem jetzigen Zustand schon weit hinaus.</p>
<p>Komplexe Algorithmen, Bewertungssysteme von Webseiten und fast einheitliche Programmiercodes haben das Web so weiterentwickelt, dass die gefragte Information schnell und überall zur Verfügung steht. Auf einer Party ist jedes Streitgespräch über einen bestimmten Sachverhalt schnell beendet: nach ein paar Klicks auf dem Smartphone weiß man zum Beispiel, auf welcher B-Seite Muse den Song “Popcorn” coverte. Das Suchergebnis ist meistens deshalb so schnell zur Hand, weil wir wissen, wo wir suchen sollen. Im Zweifelsfall bei Wikipedia.</p>
<span class="shortcode-typography" style="font-family: 'Ubuntu'; font-size: 22px; color: #000000;">“Essen” ist nicht gleich “Essen”</span>
<p>Probleme bekommen wir als InternetnutzerInnen dann, wenn wir komplexe Fragen haben. In diesem Moment muss das Internet selbst anfangen “zu denken”: um uns eine Antwort liefern zu können, muss es unsere Frage interpretieren. Allerdings gibt es dann nicht eine einzelne Antwort, sondern, sondern ellenlange Ergebnisseiten.</p>
<p>Zum Beispiel wenn wir fragen: “Welches Buch sollte ich unbedingt mal lesen?”. Im Rahmen der Idee des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web">Semantischen Webs</a> sollten diese Probleme behoben werden. Suchmaschinen, wie <a title=".wolfram alpha kennt die wahre hauptstadt deutschlands" href="http://www.ohrenflimmern.de/2009/05/wolfram-alpha-kennt-die-wahre-hauptstadt-deutschlands/" target="_blank">Wolfram Alpha</a> hatten sich vorgenommen, dieses Dilemma zu beenden und mittels Datenbanken die <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-65330443.html"><em>eine</em> Antwort</a> auf eine Frage zu liefern. Das System stößt dabei jedoch schnell an seine Grenzen: Je höher der Interpretationsspielraum bei einer Frage ist, desto ungenauer werden die Antworten.</p>
<p>Der aktuelle Wechselkurs von einem Euro zum Dollar bietet daher nur ein Ergebnis, die Einschätzung der aktuellen politischen Lage im Nahen Osten liefert gleich mehrere Millionen. Wolfram Alpha offenbarte dabei das große Problem des Semantischen Webs: Das Web kann zwar Daten zuordnen, interpretiert sie aber je nach Programmierung. Ein Beispiel dafür: Das Wort “Essen” stellt viele Algorithmen vor eine große Herausforderung – ist nun die Stadt oder die Nahrungsaufnahme gemeint?</p>
<span class="shortcode-typography" style="font-family: 'Ubuntu'; font-size: 22px; color: #000000;">Wie der Hashtag bei Twitter funktioniert</span>
<p>Beim Weiterdenken des Semantischen Webs kann die Suchmaschine Google nicht der alleinige Maßstab sein. Vielmehr sollten sich Semantisches Web und Social Web einander annähern. Unter dem Schlagwort <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Social_Semantic_Web">Social Semantic Web</a> tun sie das bereits.</p>
<p>Ein Beispiel: Die Nutzer von Twitter versuchen ihre Kommunikation an den vorgegebenen Rahmen anzupassen. Um über ein gleiches Thema zu reden, wird ein #Hashtag verwendet. Das Thema wird damit “indexiert“ (= tagging) und andere Interessenten können Beiträge zu diesem bestimmten Thema schneller finden. Auf der Seite von Twitter kann man dann sehen welche Themen (Trending Topics) gerade besonders interessant sind.</p>
<p>Der Dienst <a href="http://hashable.com/">Hashable</a> will diese Art des Tagging nutzen, um ein “Soziales PageRank” zu erstellen. In dem wir unsere Aktivitäten (ob nun auf Facebook, Twitter oder in anderen sozialen Netzwerken) mit einer # versehen, soll der Algorithmus diese besser zuordnen. Auf die Frage “Wer geht mit mir heute #tanzen?“ könnte eine eindeutigere Antwort gegeben werden.</p>
<p>In erster Linie will Hashable <a href="http://netzwertig.com/2011/01/24/hashable-der-pagerank-fuer-menschen/">Leute vernetzen</a>, in dem Personen und Aktivitäten verbunden werden. Aber auf lange Sicht könnte das aktive Nutzen des Hashtags und des @-Zeichens (um Personen zuzuordnen) dazu führen, dass Suchen im Web dem Suchen im Real Life näher kommen.</p>
<span class="shortcode-typography" style="font-family: 'Ubuntu'; font-size: 22px; color: #000000;">Die Raute im Alltag gebrauchen</span>
<p>Ein Beispiel: “@andi geht in Essen mit @thomas eine Currywurst #essen”. Anhand dieses Satzes könnten Suchmaschinen besser verstehen, was wir gerade machen. Zusammen mit anderen Vernetzungen würde bei einer späteren Suche nach einer guten Currywurst in der Nähe keine <a href="http://www.google.de/search?sourceid=chrome&amp;ie=UTF-8&amp;q=wo+gibt+es+eine+gute+currywurst+in+essen&amp;qscrl=1" target="_blank">260.000 Ergebnisse</a> mehr erscheinen, sondern vielleicht 10.</p>
<p>Um diese Form der Suche tatsächlich in den Alltag zu integrieren, müsste die Raute zu einem festen Bestandteil unserer Kommunikation werden. Neben der klassischen Interpunktion würde ein weiteres Zeichen in unseren aktiven schriftlichen Wort- und Zeichenschatz aufgenommen werden.</p>
<p>Ich sehe jetzt schon die Hüter der Deutschen Sprache aufschreien, Kultursendungen, die die Apokalypse vorhersehen und Großdemonstrationen vor der Duden-Zentrale, aber was das @ geschafft hat, könnte auch die # schaffen.</p>
<p class="woo-sc-box normal   ">Dieser Text wurde am 7. Februar bei der Berliner Gazette <a href="http://berlinergazette.de/soziale-suchmaschinen-semantisches-web-hashable/" target="_blank">veröffentlicht</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/?flattrss_redirect&amp;id=933&amp;md5=5629c47e36cf4c1d4cf29f41e087d202" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>.gedankenflattern zu bildblog und wir sind helden</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 10:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ohrenflimmern</dc:creator>
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		<category><![CDATA[wir sind helden]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hat  Judith Holofernes von Wir sind Helden einen tollen Artikel zu der aktuellen BILD-Kampagne veröffentlicht. Leider brachen kurz darauf die Server zusammen, aber der Artikel war auch schon beim Bildblog zu finden. Dort aber mit einem Flattr-Button. Ein kleines Geschmäckle?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/DSCF2070.jpg"><img class="alignright size-large wp-image-965" title="DSCF2070" src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/DSCF2070-1024x739.jpg" alt="Melina Jigi / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)" width="279" height="201" /></a><span class="dropcap">Heute</span><!--/.dropcap--> hat  Judith Holofernes von Wir sind Helden einen <a href="http://www.wirsindhelden.de/2011/02/1069/" target="_blank">tollen Artikel</a> zu der aktuellen BILD-Kampagne veröffentlicht. Der Text war so gut, dass nicht nur bei Twitter #Wir sind Helden zwischendurch in den <a href="http://twitter.com/#!/trendingtopics" target="_blank">Trendic Topics</a> auftauchte, sondern auch die Server des Blogs zusammenbrachen.</p>
<p>Glücklicherweise hat Bildblog rechtzeitig reagiert und den Artikel mit freundlicher Genehmigung von Judith <a href="http://www.bildblog.de/28264/wir-sind-helden-wollen-nicht-fuer-bild-werben/" target="_blank">übernommen</a> und da deren Server, besonders wenn es um die BILD geht, ein bisschen mehr aushalten, wurde schneller auf den Artikel bei Bildblog und nicht mehr auf das Original verwiesen.</p>
<p>Ich fand diese Sache auch ziemlich gut und habe auch auf den Bildblog verwiesen, aber eine kleine Sache hat mich dann doch gestört: Am Ende des Artikels war der Button von <a href="http://flattr.com/" target="_blank">Flattr</a>, einem neuen Micropaymentsystem, was Johnny Haeusler vom Spreeblick <a href="http://www.spreeblick.com/flattr/" target="_blank">viel besser erklären</a> kann als ich. Dieser Button soll den Leser die Möglichkeit geben, das Werk eines Autors mit einem kurzen, freiwillligen Klick minimal monetär zu honorieren und ich finde dabei besonders die Einfachheit sehr gut, so dass ich den Button auch in meinem Blog verwende.</p>
<p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/screenshotbildblog.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-969" title="screenshotbildblog" src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/screenshotbildblog-300x241.jpg" alt="" width="300" height="241" /></a>Was mich aber bei Bildblog und dem Artikel ein verwundert hat, dass es gar nicht hierbei nicht um das geistiges Eigentum vom Bildblog handelt, sondern das von Judith Holofernes. Dadurch bekommt der Bildblog-Artikel ein kleines Geschmäckle, wenn man den aktuellen Trend aufnimmt und dann daran „verdient“.</p>
<p>Dieses kurze Gedankenflimmern soll nun aber keine globale Kritik am Bildblog sein und schon gar nicht ist dieser Artikel aus Neid entstanden, sondern ich wollte damit nur mal nachfragen, wie ihr das so seht. Sollte man auch fremde Arbeiten in seinem Blog mit einem Flattr-Button versehen? Ich bin nämlich auf diesem Gebiet noch ein Noob und auch das System an sich ist noch relativ neu, aber gerade deswegen würde ich gerne eure Meinung dazu lesen.</p>
<p>In meinem Blog versuche ich auf den Flattr-Button bei den Artikeln zu verzichten, die beispielsweise ein Bild, das unter einer <a href="http://de.creativecommons.org/" target="_blank">CC-Lizenz</a> (nichtkommerziell) steht, beinhalten oder wenn der Artikel größtenteils aus fremden Zitationen besteht. Da ich das System aber erst <a title=".ohrenflimmern die III" href="http://www.ohrenflimmern.de/2011/02/ohrenflimmern-die-iii/" target="_blank">am Wochenende</a> umgestellt habe, konnte ich den Button noch nicht überall herausnehmen.</p>
<p>Ich würde mich über eure Meinungen freuen und damit es hier nicht so aussieht, dass ich an diesem Thema etwas „verdienen“ möchte, gibt es bei diesem Beitrag natürlich auch keinen Button.</p>
<p><strong>[Update: 25.02.11 / 12:00]</strong> gerade sehe ich, dass auch Netzpolitik den <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/fur-bild-werben-ich-glaube-es-hackt/" target="_blank">Artikel spiegelt</a> incl. Flattr-Button.</p>
<p>Bild: Melina Jigi / <a href="http://www.jugendfotos.de/media/109742-es-ist-nicht-viel-aber-genug-" target="_blank">www.jugendfotos.de</a>, CC-Lizenz (by-nc)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/?flattrss_redirect&amp;id=964&amp;md5=058a97d7686e3fdab72dd4fd7a05f110" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>.ohrenflimmern die III</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 06:58:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ohrenflimmern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich vor sechs Jahren die Idee hatte einen Blog zu starten, war für mich die wichtigste Frage: wie soll der Blog heißen? Es sollte ein Wort sein, was noch nicht so weit verbreitet war und was ich auch in fünf Jahren noch gut finde könnte. Irgendwann kam mir das Wort "ohrenflimmern" in den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-large wp-image-881" title="ohrenflimmernplatz02effected" src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/ohrenflimmernplatz02effected-1024x682.jpg" alt="" width="430" height="286" /><span class="dropcap">Als</span><!--/.dropcap-->ich vor sechs Jahren die Idee hatte einen Blog zu starten, war für mich die wichtigste Frage: wie soll der Blog heißen? Es sollte ein Wort sein, was noch nicht so weit verbreitet war und was ich auch in fünf Jahren noch gut finde könnte. Also war das für einen 19 Jährigen der damals höchstens bis übermorgen denken konnte eine große Herausforderung. Irgendwann kam mir das Wort &#8220;ohrenflimmern&#8221; in den Sinn.</p>
<p>Das Wort war gut und ich sicherte mir eine Domain und startete den Blog ohrenflimmern.de, damals noch bei myblog.de. Das ging bis 2007 gut, aber dann hatte keine Lust mehr auf das Layout und die schwierige Bedienung bei Myblog. Ich hatte aber auch keine Motivation einen komplett neuen Blog zu gestalten. Also wählte ich die goldene Mitte und ging zu WordPress.com. Jedoch hatte sich von der ersten Suche nach einem Namen bis heute viel geändert und mir wurde bewusst, dass ich A. keinen richtigen Blog führen kann und B. sich in den letzten Jahren auch die Formen zu bloggen verändert haben.</p>
<p>Neue Microblogging-Dienste wie Twitter oder auch Tumblr haben den eigentlichen Blog ersetzt und so vernachlässigte ich meinen Blog, weil ich den Gedanken auch schnell twittern konnte. Trotzdem schreibe ich ab und zu noch längere Gedanken nieder und die standen dann ein bisschen verwaist über einem Artikel, der vielleicht auch schon wieder zwei Monate alt war. Ein klassischer Blog impliziert Schnelligkeit und Kontinuität. aber das ist bei mir eher bei Twitter gegeben und deswegen habe ich mich jetzt doch entschieden, meinem Blog wieder ein neues Layout zu verpassen.</p>
<span class="shortcode-typography" style="font-family: 'Cantarell'; font-size: 24px; color: #000000;">Zeit</span>
<p>Das Ergebnis sieht man nun hier. Ich dachte mir, dass ich lieber den Stellenwert (im wahrsten Sinne des Wortes) der längeren Artikel ein bisschen erhöhen möchte, aber auch Twitter ein bisschen präsenter sein soll als beim letzten Layout. Alles in allem wirkt die Seite nun ein bisschen mehr wie ein Magazin, was auch der grundsätzlichen Idee von ohrenflimmern mehr entspricht. Denn bei ohrenflimmern möchte ich in Zukunft nicht mehr nur alleine schreiben, sondern auch gerne Freunde einladen über ein Thema zu schreiben und die Artikel können dann auch besser auf der Seite auch über einen längeren Zeitraum platziert werden.</p>
<p>Bei den Grundüberlegungen zum neuen Layout spielte die Zeit eine große Rolle, denn es gibt jetzt etwa drei Zeitebenen: die kurzfristigste ist dabei wohl <em>Twitter, </em>in bisschen länger werden sich die <em>kurzen Notizen</em> im linken Bereich halten und am längsten wohl die Beiträge, die ich unter .<em>Lesbar</em> einordne.<br />
Bei dem Thema Zeit fühle ich mich wieder wie vor sechs Jahren als ich nach dem Titel gesucht habe, denn damals wie heute habe ich keine Ahnung wie sich ohrenflimmern.de sich jetzt entwickeln wird. Erstmal hoffe ich, dass euch das neue Layout gefällt. Gerne könnt ihr es auch kritisieren oder loben. Wie und wo das geht &#8211; das hat sich seit dem ersten Blog nicht verändert.</p>
<p>Viel Spaß mit dem dritten Teil von ohrenflimmern.de!</p>
<p>.andi<a href="http://flattr.com/thing/137395/-ohrenflimmern-die-III" target="_blank"><br />
</a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/?flattrss_redirect&amp;id=831&amp;md5=7a0991f8113c759182710c8f44564e96" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>.umbaupause</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 22:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ohrenflimmern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

sich noch einer an das Unplugged-Konzert von den die ärzte? Das Warten auf eine Leiter wurde mit einem kleinen Umbaupause-Song überbrückt. Das werde ich wohl nun auch summen, während ohrenflimmern.de gerade zu einem neuen Provider umzieht. Anschließend möchte ich die Seite erneuern. Es kann also dazu kommen, dass die Seite in der nächsten Zeit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/rostock_umbau_neptunwerft_08-08-07__nico_piechulek_.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-729" title="Rostock_Umbau_Neptunwerft_08.08.07__Nico_Piechulek_" src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/rostock_umbau_neptunwerft_08-08-07__nico_piechulek_.jpg?w=300" alt="" width="300" height="198" /></a><span class="dropcap">Erinnert</span><!--/.dropcap--></p>
<p>sich noch einer an das Unplugged-Konzert von den <em>die ärzte</em>? Das Warten auf eine Leiter wurde mit einem kleinen Umbaupause-Song überbrückt. Das werde ich wohl nun auch summen, während ohrenflimmern.de gerade zu einem neuen Provider umzieht. Anschließend möchte ich die Seite erneuern. Es kann also dazu kommen, dass die Seite in der nächsten Zeit schlecht erreichbar ist und wirr aussieht. Also so wie ich manchmal.</p>
<p>Auf jeden Fall möchte ich den ganzen Prozess bis Ende Februar abgeschlossen haben und euch dann auf einer neuen Seite begrüßen. Ich freue mich schon!</p>
<p><a href="http://www.twitter.com/ohrenflimmern" target="_blank">Twitter</a> ist davon natürlich nicht betroffen und ihr werdet da weiterhin mit schlechte Witzen versorgt.</p>
<p>Bild von Nico Piechulek / <a href="http://www.jugendfotos.de" target="_blank">www.jugendfotos.de</a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/?flattrss_redirect&amp;id=728&amp;md5=a45db4bca31ad7d3bd5cbedcf87b4c23" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>.wilco &#8211; impossible germany</title>
		<link>http://www.ohrenflimmern.de/2011/02/wilco-impossible-germany-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 22:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ohrenflimmern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während der Umbauphase von diesem Blog habe ich andauernd diesen tollen Song von Wilco gehört. Ein Kommentar bei youtube hat das Verführerische dieses Song auch sehr gut zusammengefasst:
the solo is the perfect example of﻿ less is more.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während der Umbauphase von diesem Blog habe ich andauernd diesen tollen Song von Wilco gehört. Ein Kommentar bei youtube hat das Verführerische dieses Song auch sehr gut zusammengefasst:</p>
<blockquote><p>the solo is the perfect example of﻿ less is more.</p></blockquote>
<p style="text-align: center;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://www.ohrenflimmern.de/2011/02/wilco-impossible-germany-2/"><img src="http://img.youtube.com/vi/kmI7SiLe4Vw/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/?flattrss_redirect&amp;id=775&amp;md5=7a12cb027a045b06f174b8ab5d4e2aab" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>.links vorbei an der SZ und FAZ</title>
		<link>http://www.ohrenflimmern.de/2011/02/links-vorbei-an-der-sz-und-faz/</link>
		<comments>http://www.ohrenflimmern.de/2011/02/links-vorbei-an-der-sz-und-faz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 09:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ohrenflimmern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus aktuellem Anlass werde ich wohl versuchen alle Verlinkungen zur SZ und FAZ von meinem Blog zu entfernen und wohl auch nicht mehr bei Twitter, Facebook oder in einem "realen" Gespräch auf Beiträge von den beiden Zeitungen hinweisen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/DSC03303.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-753" title="DSC03303" src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/DSC03303-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><span class="dropcap">Aus</span><!--/.dropcap--></p>
<p><em></em>aktuellem Anlass werde ich wohl versuchen alle Verlinkungen zur SZ und FAZ von meinem Blog zu entfernen und wohl auch nicht mehr bei Twitter, Facebook oder in einem &#8220;realen&#8221; Gespräch auf Beiträge von den beiden Zeitungen hinweisen.</p>
<p>Grund dafür ist <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,745378,00.html" target="_blank">die Anzeige</a> gegen <a href="http://www.commentarist.de/" target="_blank">Commentarist.de</a> im Auftrag der beiden Medienhäuser. Das junge StartUp hat dabei nicht anderes gemacht als GoogleNews und die Online-Auftritte von großen in Zeitungen in Deutschland nach Kommentaren von Journalisten durchsucht. Auf der schlichten Plattform hat somit schnell einen Überblick über Meinungen zu einem bestimmten Thema gefunden. Der SZ und FAZ waren die kurzen (automatisierten) Teaser (die zu ihren Seiten geführt haben) wohl schon zu viel und sie gingen über eine Anwaltskanzlei gegen Commentarist vor.</p>
<p>Da ich wohl noch weniger Geld als Commentarist habe (aber auch viel viel unbedeutender bin) möchte ich trotzdem nicht das Risiko eingehen, dass ich eine Art Zoll bezahlen muss, wenn Leser von meiner Seite zur SZ oder FAZ gelangen. Oder wie es <a href="http://twitter.com/jayzon277" target="_blank">Markus</a> so treffend bei Twitter <a href="http://twitter.com/#!/jayzon277/status/33822758437654528" target="_blank">formuliert hat</a>, als Commentarist offline gehen musste:</p>
<blockquote><p>Wären Verleger Clubbesitzer, müssten die Taxifahrer ihnen pro geliefertem Gast ein Entgelt zahlen. #absurd #commentarist</p></blockquote>
<p>Achja, sollte jemand eine Verlinkung zu einer der beiden Seiten auf meinem Blog finden, würde ich mich über einen Hinweis freuen und auch wenn sich vielleicht der ein oder andere bei meinem kleinen &#8220;Protest&#8221; anschließt.</p>
<p><strong>Update 1 [16.02.11 / 12:30]</strong>: Dank <a href="http://palisades-berlin.de/" target="_blank">PalisadesBerlin</a> bin ich darauf <a href="http://palisades-berlin.de/2011/02/10/verleger-gehts-noch/" target="_blank">aufmerksam geworden</a>, dass beispielsweise <a href="http://www.opensourcepr.de/2011/02/15/verlinkt-nicht-zitiert-nicht/" target="_blank">OpensourcePR</a> nicht mehr zur Süddeutschen Zeitung oder Frankfurter Allgemeinen Zeitung verlinkt. Auch der Blog von <a href="http://blog.xwolf.de/2011/02/15/tschuss-faz-und-sz/" target="_blank">xWolf möchte nicht mehr auf die beiden Seiten verlinken</a> und beschreibt dazu das bigotte Verhalten bei der Verlinkungspolitik der beiden Medienhäuser.</p>
<p>Bild von Rebecca Fikuart / <a href="http://www.jugendfotos.de/media/92888-nostalgie" target="_blank">www.jugendfotos.de</a>, CC-Lizenz (by-nc-nd)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/?flattrss_redirect&amp;id=708&amp;md5=b198d8cb7a8c87be0564e1c9279321e8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ohrenflimmern.de/2011/02/links-vorbei-an-der-sz-und-faz/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>.journalismus und ägypten: im osten nichts neues</title>
		<link>http://www.ohrenflimmern.de/2011/02/journalismus-und-agypten-im-osten-nichts-neues/</link>
		<comments>http://www.ohrenflimmern.de/2011/02/journalismus-und-agypten-im-osten-nichts-neues/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 10:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ohrenflimmern</dc:creator>
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		<category><![CDATA[zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ohrenflimmern.wordpress.com/2011/02/03/journalismus-und-agypten-im-osten-nichts-neues/</guid>
		<description><![CDATA[Claus Kleber resümiert in den Heute-Nachrichten, dass die letzten Tage in Ägypten “in die Geschichtsbücher” eingehen werden. Rupert Murdoch wollte seiner Aussage “Neue Zeiten brauchen einen neuen Journalismus” gestern mit der Veröffentlichung der “The Daily”-App fürs iPad Taten folgen lassen. Ich habe aber das Gefühl, dass weder Kleber und Murdoch bei der Geschichtsschreibung noch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/5410984464_69c9608e84_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-686 alignleft" title="5410984464_69c9608e84_b" src="http://www.ohrenflimmern.de/wordpress_42/wp-content/uploads/5410984464_69c9608e84_b.jpg?w=200" alt="" width="180" height="270" /></a><em> </em></p>
<span class="dropcap">Claus</span><!--/.dropcap-->
<p>Kleber resümiert in den Heute-Nachrichten, dass die letzten Tage in Ägypten &#8220;in die Geschichtsbücher&#8221; eingehen werden. Rupert Murdoch wollte seiner Aussage &#8220;Neue Zeiten brauchen einen neuen Journalismus&#8221; gestern mit der Veröffentlichung der &#8220;The Daily&#8221;-App fürs iPad Taten folgen lassen. Ich habe aber das Gefühl, dass weder Kleber und Murdoch bei der Geschichtsschreibung noch bei dem Blick in die Zukunft anwesend waren. Ein kleines Gedankenflimmern.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Schon seit Tagen demonstrieren Ägypter gegen ihren Präsidenten Husni Mubarak auf den Straßen von Kairo und versammeln sich auf dem populären Tahrir Platz zwischen Nil und Nationalmuseum. Schon seit Tagen wurde im Netz über die neue &#8220;The Daily&#8221;-App diskutiert und wie sie nun genau den Journalismus verändern soll. Auf der einen Seite gibt es ein geschichtsträchtiges Ereignis und auf der anderen Seite den &#8220;neuen Journalismus&#8221;, aber wie kommen diese beiden Seiten jetzt zusammen?</p>
<p>In einem FAZ-Artikel beschreibt Jochen Hieber das Fernsehprogramm von ARD und ZDF als die Ausschreitungen in Ägypten begannen. Während CNN und AlJazeera schon berichteten, sogar N-TV live vor Ort war, werden bei ARD und ZDF stoisch weiter Daily Soaps und Kochshows gezeigt. Meine Vermutungen und die eines Freundes, dass die deutschen Medien nicht sonderlich an den Ereignissen in Ägypten interessiert sind, bekamen gestern viele Beweise geliefert. Denn als gestern die Ausschreitungen auf dem Tahrir Platz begannen, suchte ich nach Informationen, was vor Ort gerade passiere. Ob bei SpiegelOnline, Tagesschau oder Eins Extra &#8211; ich fühlte mich weiterhin uninformiert und besuchte lieber den <a href="http://www.youtube.com/aljazeeraenglish">Livestream</a> von AlJazeera und verfolgte den <a href="http://www.guardian.co.uk/news/blog/2011/feb/02/egypt-protests-live-updates">Liveticker</a> beim Guardian.</p>
<span class="shortcode-typography" style="font-family: 'Cantarell'; font-size: 24px; color: #000000;">Live ist ungleich Live</span>
<p>Vielleicht wollte ich auch &#8220;zu schnell&#8221; und &#8220;zu live&#8221; dabei sein, aber bekomme ich das nicht gerade an jeder Stelle gehuldigt, dass das Internet alle Informationen überall sofort verfügbar macht? Ja, das Internet stellt die Strukturen zur Verfügung, aber filtern müssen wir die Informationen noch selbst. Die <a href="http://search.twitter.com/search?q=egypt">Twittersuche</a> bringt mir zwar Livekommentare, aber mangels Arabischkenntnisse nur wenig. Dazu strengt mich das Verfolgen von mindestens vier Informationskanälen zu sehr an.</p>
<p>Jede Homepage und jede App von Nachrichtendiensten verführt mit der Aussage, dass sie alle Nachrichten für uns hat, aber nur in wenigen Fällen stimmt das auch. Denn was einem meistens geboten wird sind die umgeschriebenen Nachrichten von DPA, DAPD und Reuters.</p>
<p>Obwohl durch das Internet so viele Informationen zur Verfügung stehen, benutzen viele Nachrichtensender nur wenige und die gleichen Quellen und angeblich soll das nun die Daily-App ändern. Tut sie aber nicht. Denn hier wird nur der klassische Journalismus auf einem hochauflösenden Display weiter betrieben. &#8220;Neuen Zeiten&#8221;? &#8220;Neuen Journalismus&#8221;? Pustekuchen!</p>
<p>In einem Artikel bei der Berliner Gazette <a href="http://berlinergazette.de/prozessjournalismus-revolution-aegypten-deutschsprachige-onlinemedien/">beschreibt Lorenz Matzat</a> seine Enttäuschung von den deutschsprachigen Onlinemedien und ich teile seine Meinung. Ich würde aber noch einen Schritt weitergehen und nicht nur neue Genres im Journalismus ermitteln (<a href="http://datadrivenjournalism.net/">Data journalism</a>), sondern für einen Paradigmenwechsel beim Journalismus plädieren. Der Journalismus hat heute nicht mehr die Aufgabe uns eine Information zu vermitteln, sondern er muss die Informationen filtern und in einen Kontext stellen. Dabei ist es dem Zuschauer egal, ob die Information von Twitter, Spiegel, CNN oder von einem Augenzeugen kommt. Der Zuschauer möchte nur das Gefühl haben, dass die Informationen richtig und wichtig sind. Und die richtigen und wichtigen Informationen kann heute nicht mehr nur eine Redaktion besitzen.</p>
<p>Der Guardian hat das gestern in Ansätzen ziemlich gut bewiesen, als Twitter genauso zu einer Quelle wurde wie AlJazeera und CNN. Man hat dem Leser nicht vorgegaukelt, dass die eigene Redaktion vor Ort die ganzen richtigen und wichtigen Informationen hat, sondern dass die Redaktion versucht alle Informationen zu filtern. Somit war das Bild viel umfangreicher und aktueller als beispielsweise bei SpiegelOnline, deren (gefühlt) einzige Quelle ihr Reporter war.</p>
<p>Natürlich kann sich eine Redaktion nicht nur durch andere Nachrichten füttern lassen, aber sie kann doch auch nicht mehr nur auf den eigenen Redakteur und die Nachrichtenagenturen verlassen. Eine Mischung aus allen Informationskanälen wäre doch auch eine gute Reaktion auf Aussagen, dass nirgends mehr Geld zu verdienen ist. Denn für Qualität in den Nachrichten würden viele Menschen bezahlen. Wenn sie dabei nicht das Gefühl bekommen uninformiert vor dem Bildschirm zu sitzen, wenn ein Ereignis passiert was in die Geschichtsbücher eingehen wird.</p>
<p>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/darkroomproductions/5410984464/">Darkroomproduktion by Flickr</a> (CC-Linzenz)</p>
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