Ich habe bei Facebook neben Freunden, auch viele Bekannte, die ich mal auf Seminaren getroffen habe, mit denen ich in der Schule war, aber genauso auch berufliche Kontakte. Einzig durch unterschiedliche Listen versuche ich spezielle Informationen einzelnen Personen vorzuenthalten. Ganz ohne irgendwelche Untersuchung gehe ich davon aus, dass das viele andere auch so machen.
Kreise ziehen für bessere Werbung?Laut der Präsentation von Paul Adams möchte Google+ wohl genau an dieser Stelle ansetzen: es gibt unterschiedliche Social Circles und daher sollte man diese auch einfach trennen können. Im Gegensatz zu Facebook oder Twitter ist diese Art von Listen-Erstellen auch sehr simpel. Google+ wird somit zu einer Meta-Community in der ich sehr einfach meine kleinen Communitys erstellen kann, von denen die Leute in einer Community (Circle) nichts wissen. Wie im wahren Leben.
Warum Google diesen Schritt gewählt hat, kann man auch aus Adams Präsentation interpretieren: zielgerichtete Werbung. Denn auch schon lange vor Facebook, Myspace und Co gab es in der Werbung die Begriffe vom „Meinungsführer“ und „Multiplikator“ und Google+ könnte dieses Prinzip jetzt perfekt online umsetzen. Verschiedenen Gruppen gebe ich auch ganz bewusst verschiedene Informationen und Tipps. In einem Circle „Filmfreunde“ werde ich nun nicht auf Transfergerüchte bei St. Pauli hinweisen, sondern eher auf den Film „The Bang Bang Club“ (den ich sehr gerne sehen möchte).
Diese speziellen Empfehlungen in Zusammenarbeit mit der guten Werbeplattform „Adwords“ könnte eine sehr gezielte Werbung zulassen und Google wäre somit endlich im Kerngeschäft der Communitys angekommen: zielgerichtet Produkte bewerben.
Keine Ahnung ob das wirklich das Ziel ist und wie die Daten wirklich von Google zusammengeführt werden, aber als ich mir heute nochmal die Präsentation von Adams im Zusammenhang mit Google+ angeschaut habe, war ich von der unbeabsichtigten Transparenz von Google doch sehr überrascht. Laut dem Profil von Adams bei Slideshare arbeitet er aber jetzt auch nicht mehr für Google, sondern für Facebook. So schließt sich also der Kreis.
Bild: Koolmann / Flickr (CC by SA 2.0)
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